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FDM auf dem Dach der Welt

ein Reisebericht von Matthias Malek

Im nepalesischen Tsum Valley, nahe der tibetischen Grenze, erreicht man nach mühevollem Aufstieg über 3000 Höhenmeter ein idyllisches Plätzchen. Die Berge funkeln in der Nachmittagssonne, die Adler und Falken ziehen ihre Runden am blauen Himmel, es scheint der friedlichste Ort der Welt zu sein.

Doch der erste Anschein verliert bei näherer Beachtung an Romantik. Im Dorf von „Tsum Connected“, einem Flüchtlingslager für Tibeter herrscht Not und Elend.

Es fehlt an grundlegender Versorgung, im Winter herrschen hier bis zu minus 30° C, die Nahrung reicht für etwa 6 Monate im Jahr, medizinische Versorgung ist kaum vorhanden, da es keine Medikamente und vor Allem Ärzte gibt, auch der traditionelle Medizin fehlt es an Zusatzstoffen und für die ansässigen Mediziner der Umgebung lohnt sich ihr Einsatz nicht. Die Schulen sind wenn existent baulich und personell in miserablem Zustand, der Zugang bei weitem nicht für alle gesichert. Auch die hygienischen Zustände sind katastrophal.

Da es an allen Ecken und Enden an Material und Geldern fehlt ist man an kosteneffizienteren Problemlösungen orientiert. Hier ist das Faszien Distorsions Modell ein willkommenes Mittel für mich, auch um Austausch mit den indigenen Medizinern zu treiben. Mit Sanji, dem Sprössling einer Familie tibetanischer Mediziner war das gemeinsame Arbeiten besonders interessant.

Der Einsatz von pflanzlichen Heilmitteln, bei uns immer mehr vergessen, ist nicht nur kostengünstiger als die Laboralternative sondern auch erstaunlich Effizient. Andererseits bleiben auch Tibeter, noch so abgelegen, nicht verschont von Triggerbäbdern, Zylinder-, Faltdistorsionen und Co.. Sehr gut zu behandeln, waren v.a. schmerzhafte Zylinderdistorsionen nach Erfrierungen erstbehandelt mit einer tibetischen Salbe.

Hier bewies sich wieder einmal, wie wenig man für eine effiziente FDM-Behandlung braucht. Zwei Hände! Die Grundlegenden Handgriffe waren schnell vermittelt und beim tränenreichen Abschied blieb ein kleines Stück FDM zurück am wohl idyllischsten Plätzchen am Dach der Welt.

PS: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Matthias Malek ausschliesslich auf eigene Kosten in Nepal war und uns diesen Erfahrungsbericht freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.