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Bericht vom FDM Modul 2 in Ouagadougou

Bericht vom FDM Modul 2 in Ouagadougou Januar 2011

Nach dem grossen Erfolg des Modul 1 Kurses 2010 konnte heuer im Januar in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso ein Modul 2 Kurs stattfinden. Dank der unermüdlichen Unterstützung durch Byron Perkins D.O., dem amtierenden Präsidenten der AFDMA und der enormen organisatorischen Unterstützung durch unseren lokalen Mentor Dr. Issa Ouedraogo konnte ein attraktiver Kursort gefunden werden. Fast alle Teilnehmer des ersten Kurses waren wieder dabei und durch einen Einführungskurs, gehalten durch Byron Perkins, konnten weitere neue 10 FDM Begeisterte in das Programm einsteigen. Die Teilnehmer kamen grossteils wieder aus dem Veranstaltungsland, teilweise aus fernen Provinzen. Einige Teilnehmer waren aus Nachbarländern, wie Niger, Benin und Togo, ein Teilnehmer, unser Vereinsmitglied Le Faucheur war sogar aus Paris angereist.

Dank der Vielsprachigkeit des Präsidenten der African FDM Society Dr. Harouna Diallo, der neben mehreren lokalen Sprachen auch fliessend Englisch und Französisch spricht, war es mir möglich meinen Vortrag in Englisch zu halten, obwohl der Grossteil der Teilnehmer Französisch sprach.

Mit Begeisterung wurden die Techniken geübt und Erfahrungen ausgetauscht. Es war auch wieder viel Zeit für Patientenbehandlungen vorgesehen und die Behandlungserfolge bei den Patienten waren besonders erfreulich, wenn man die teils jahrelangen Vorgeschichten hört und weiss, welche Alternativen den Menschen mit ihre Leiden im lokalen Gesundheitssystem zur Verfügung stehen.

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FDM Modul 2 in Ouagadougou

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Am letzten Tag des Seminars wurde der Kurs von Herrn Simon Compaore, dem Bürgermeister der Hauptstadt beehrt. Er wünschte den Teilnehmern viel Erfolg bei ihrer Arbeit an den Patienten und wies auf die enorme Wichtigkeit eines funktionstüchtigen Bewegungsapparates hin. Er berichtete, dass seine Stadt, seit 1960 von 6000 auf heute 2.000.000 Einwohner angewachsen ist. Eine schier unglaubliche Wachstumsrate, der vermutlich keine europäische Metropole gewachsen wäre.

Nach der Verleihung der Diplome durch einen hochrangigen Mitarbeiter des Gesundheitsministers traten die Teilnehmer ihre teils mehrtägige Heimreise an. Öffentlicher Verkehr ist in Burkina Faso nicht etabliert und in die Provinzstädte liegen mehrere hundert Kilometer von der Hauptstadt entfernt.

Das Team aus Österreich: Sabina Gsellmann PT, Tomasz Teszner PT, meine Mutter Dr. Gertrude Harrer und ich hatten aber noch weiter Termine in Burkina Faso. Zunächst stand ein Fernsehtermin beim lokalen TV Sender „Impact TV“ an. In der Sendung „sante aujourd’hui“ hatten Byron Perkins, Harouna Diallo und ich die Gelegenheit FDM auch einem breiteren Fernsehpublikum in Burkina Faso näher zu bringen.

Am nächsten Tag war das österreichische, sowie das amerikanische Team, vertreten durch Byron und Shane Perkins und Ann Shea im Dorf Simiougou zur Einweihung eines Tiefbrunnens, den ein schweizer Ehepaar aus privaten Mitteln errichtet hatte, eingeladen. Im Anschluss an die eindrucksvolle Feier wurde in der Kirche des Dorfes eine Art Feldlazarett errichtet und wir behandelten über Stunden die Beschwerden der Dorfbewohner. Auch im fernen Simiougou ist die Körpersprache bei Knie- und Rückenbeschwerden die selbe wie bei uns. Die FDM Abteilung hatte neben Zahn, Chirurgie und HNO den wohl grössten Andrang zu bewältigen.

Der Abschied aus Burkina Faso fiel uns allen sehr schwer. Ich darf meinen Freund und Kollegen Byron Perkins zitieren: „Angeblich ist Burkina Faso eines der ärmsten Länder der Welt. Wir fanden jedoch ein reiches Land vor, reich an Gastfreundschaft, reich an Freude und reich an lachenden Menschen“

Es bestehen konkrete Pläne gemeinsam mit unserer Partnergesellschaft, der African FDM Society eine dauerhafte Struktur für FDM Ausbildung und Erfahrungsaustausch in Burkina Faso aufzubauen. Dr. Diallo wird als Vortragender auf unserem internationalen FDM Kongress in Wien im August des heurigen Jahres zu Gast sein und persönlich über die Entwicklung des FDM in Afrika berichten. (Dr. Georg Harrer)

PS: Selbstverständlich wurden sämtliche Anreisespesen durch die Reisenden selbst getragen.